kleine KöterKunde

Logo: Christoff Schwarz
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Kinder haben oft Angst vor Hunden und verpassen deshalb oft wunderbare und lehrhafte Erlebnisse mit dem besten Freund des Menschen. Manchmal werden Kinder auch von Hunden gebissen und verletzt. In den meisten Fällen ist das auf falsche Signale, die das Kind dem Hund sendet, zurück zu führen. Viele Kinder wissen nicht, wie sie mit einem Hund umgehen müssen, mit bedauerlichen, oder sogar tragischen Konsequenzen. 

Unser Mitglied Nicole Froemer hat sich überlegt, wie man mit KöterGedöns diese Situation verbessern könnte und ein Projekt ins Leben gerufen, um Kindern spielerisch und in Sicherheit den richtigen Umgang mit Hunden beizubringen.

Für ihr Projekt konnte sie Susan Hoogerwerf gewinnen, die sofort begeistert war.  

Susan kennt sich mit Tieren gut aus und engagiert sich schon seit Jahren für eine bessere Kommunikation zwischen Mensch und Tier, u.a. besucht sie mit ihrem lieben Pferd regelmäßig Altersheime und Hospize, um den Menschen dort eine Freude zu machen. Ihr junger Hund „Pluto“ schien ihr für das Projekt gut geeignet. Also ließen sich die beiden im Hundezentrum Kerpen zu einem zertifizierten Besuchshundeteam ausbilden. 


Die Kinder lernen durch spielerische Rollenspiele, wie sie sich in solchen Situationen richtig verhalten und nicht in Gefahr bringen. 


Wir haben schon mit einem Kindergarten in Haan Kontakt aufgenommen und werden berichten, sobald es los geht.


Die Prüfung bestand Pluto mit Bravour. 

Aus den Informationen und Ideen des Ausbildungskurses entstand „Die kleine KöterKunde“.

Susan Hoogerwerf mit Pluto
Susan Hoogerwerf mit Pluto

Start der Köterkunde im Kindergarten

Die kleine KöterKunde besteht aus 10 Einheiten, inklusive Elternabend und Abschlussfeier mit Verleihung der Zertifikate.

Grundsätzlich lernen die Kinder während einer Einheit verschiedene Regeln.


Manche Regeln sind einfach, wie z.B. einen Hund nie ohne zu fragen anzufassen, müssen aber auch verstanden und geübt werden. Andere Regeln stehen im Widerspruch zu unserem Instinkt, z.B. nicht vor einem Hund weg zu rennen, wenn man Angst hat, da der Hund sich dann aufgefordert fühlen könnte, hinterher zu laufen und er sicherlich schneller ist. 

 

Die „Gedönser“ machten sich auf die Suche eines geeigneten Kindergartens und fanden in Stefanie Mörchel und ihr Team von der Privaten Kindergruppe Haan die ideale Partnerschaft. Nach einer Informationsrunde waren auch die Eltern von den Vorteilen des Projekts überzeugt und die Kleine KöterKunde konnte beginnen.

Hier einige Kommentare aus der Kita:

 

Das Projekt war großartig! Es hat allen Kindern und auch den Mitarbeitern große Freude bereitet und wir haben viel gelernt. Die Regeln, die Frau Hoogerwerf den Kindern beigebracht hat, waren sehr verständlich und klar und wurden auch nach den jeweiligen Terminen mit "Hoogi und Pluto" von Seiten der Kinder den anderen Kindern der Gruppe beigebracht.“ (Stephanie Mörchel)

 

Melis, ein Kind der Eichhörnchengruppe hatte anfangs sehr viel Angst und wollte erst gar nicht am Projekt teilnehmen. Dies hat sich aufgrund des Kurses sehr verändert. Sie wurde immer sicherer im Umgang mit Pluto und war wie alle anderen Kinder auch unfassbar stolz über ihre Urkunde und vor allem darüber, dass sie ihre große Angst verloren hatte." (Ina Seemann)

 

Besonders aufregend fand ich die Regel "Ene meine meck und ich bin weg!" 

Wenn ein Hund unangeleint auf ein Kind zuläuft und es Angst hat, soll es auf gar keinen Fall weglaufen, sondern sich ganz still verhalten, hinducken und den Kopf mit den Händen schützen. Das wurde auf unserem Sportplatz geübt und die Kinder waren so mutig und haben diese Prüfung alle bestanden.“ 

(Stephanie Mörchel)


Dann kam der große Tag: die Verteilung der Urkunden!

Stolze 19 Kinder bekamen den Nachweis ihrer erfolgreichen Teilnahme.


Wir haben uns bei diesem Projekt über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Privaten Kindergruppe sehr gefreut.


Ein Tierschutzprojekt, das Menschen - kleine und große – und Tiere näher zusammenbringt.



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